105 Jahre GTEV „Edelweiß“ Vachendorf: Ein Fest für Gemeinschaft, Tracht und Glauben

Pressebericht von Jochen Nistler · Bezugsdatum 25.05.2025

105 Jahre GTEV „Edelweiß“ Vachendorf: Ein Fest für Gemeinschaft, Tracht und Glauben

Mit Salutschüssen der Vachendorfer Böllerschützen begann am Sonntagmorgen pünktlich um 8 Uhr der Festtag des GTEV „Edelweiß“ Vachendorf. Der Verein holte sein pandemiebedingt verschobenes 100-jähriges Jubiläum nach – und feierte damit 105 Jahre gelebte Vereinskultur.

Bereits früh am Morgen versammelten sich die Trachtler, Orts- und Gastvereine am Festplatz in Vachendorf. Wegen Regens wurde der ursprünglich geplante Feldgottesdienst kurzerhand ins Bierzelt verlegt. Festleiter Felix Ederer begrüßte die Gäste und bat augenzwinkernd darum, während der Messe auf das Bier zu verzichten.

Pater Vasile und Pater Juan gestalteten die Messe gemeinsam. In seiner Predigt verglich Pater Vasile den Wert einer Bierflasche, der sich je nach Ort verändert, mit dem Leben eines Menschen: Nicht Etiketten oder äußere Bewertungen zählten, sondern der Rahmen, die Beziehung, der Sinn. „Jesus spricht vom lebendigen Wasser“, sagte er, „und meint den Durst der Seele nach Liebe, Vergebung und Hoffnung.“ Für seine Worte erhielt er spontanen Applaus – ein seltener Moment in einem katholischen Gottesdienst.

Am Ende der Messe richteten mehrere Redner Grußworte an die Festgemeinde. Vereinsvorstand Max Meisinger begrüßte die Ehrengäste und erinnerte schmunzelnd daran, dass er seit dreissig Jahren in’s Bierzelt gehe aber nur zweimal einen Gottesdienst im Bierzelt erlebt habe – „und beide Male war’s in Vachendorf“. Bürgermeister Rainer Schroll dankte allen Helfern, besonders den Feuerwehren für die Verkehrsregelung und den Anwohnern für den Hausschmuck. Andreas Danzer, stellvertretender Landrat, lobte die Jugendarbeit als wichtige Investition in die Zukunft. Gauvorstand Michael Hauser betonte: „Wenn wir unser Brauchtum nicht so leben, wie wir das wollen, dann tut es kein anderer.“ Mit „Gott mit dir, du Land der Bayern!“ schloss er seine Rede.

Die Patenvereine aus Grabenstätt, Bergen und Rettenbach übergaben die neue Vereinsfahne, die natürlich auch feierlich gesegnet wurde. Nach dem Schlusssegen erfolgte dann die Aufstellung zum Festzug.

Trotz des wechselhaften Wetters war der Festzug ein Höhepunkt des Tages. Angeführt von den 13 Vachendorfer Gruppen zogen zahlreiche Vereine und Festwägen (es waren acht Züge mit 34 Gruppen und elf Wägen) durch die Hauptstraße und die Siegsdorfer Straße bis zur Verkehrsinsel um’s eigens gepflanzte „Edelweiß“ und im Gegenzug zurück zum Festplatz. Viele Vachendorfer Bürger und Gäste säumten die Straßen, winkten den Trachtlern zu und bestaunten die festlich geschmückten Pferde, die Ehrengäste in den Wägen und den liebevollen gestalteten Festschmuck entlang der Strecke.

Im Zelt angekommen, ging das Fest schließlich mit Ehrentänzen, Musik und guter Verpflegung in seinen gemütlichen Teil über – lebendige Trachtentradition, wie sie in Vachendorf seit 105 Jahren gepflegt wird.

Quellen und Hinweise

Quelle: DOCX-Hauptfassung von Jochen Nistler, SHA-256 6eed8cc3395bb129f4d9e2f549845b6ff4ce49e49893e8d73a8881e6fbf00bc5. Datierung: Der Text nennt Sonntag als Festtag; der datierte Themenordner nennt den 25.05.2025, einen Sonntag. Im öffentlichen Snapshot vom 11. September 2026 mit 338 Beiträgen wurde kein Titel-, Absatz- oder Volltexttreffer gefunden. Die 45 Bilddatei(en) des Themenordners bleiben in diesem text-only-Paket zurückgestellt; es wird kein Bild veröffentlicht. 1 reine Bildunterschriftsbereich(e) werden ohne die zurückgestellten Bilder nicht in den Beitragstext übernommen; sie bleiben im Manifest vollständig und wortgetreu dokumentiert.