Ein voller Saal, viele Gespräche und ein gemeinsamer Blick auf Franz Liebls Lebenswerk: Am Sonntag, 4. Oktober 2026, wurde die Ausstellung „Haltung und Heimat – Franz Liebl“ im Haus der Dorfgemeinschaft Vachendorf eröffnet. Nach dem Erntedankgottesdienst kamen die Gäste um 10 Uhr zur ersten Matinée und zum anschließenden Ausstellungsbesuch zusammen.

Ein Ehrenbürger im Mittelpunkt

Bürgermeister Rainer Schroll begrüßte die Gäste, darunter Thomas Kamm, Altbürgermeister von Siegsdorf, Dr. Birgit Löffler vom Landratsamt Traunstein und Kirchenpfleger Franz Haberlander. Auch Gemeinderäte, Vertreter örtlicher Vereine und Angehörige der Familie Liebl mit ihren Enkeln waren gekommen.

Schroll würdigte Franz Liebls Bedeutung für Vachendorf und hob die Ehrenbürgerschaft hervor – die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde einem Bürger verleihen kann. Ortsheimatpflegerin Angelika Dolores Nistler freute sich darüber, dass eine eigene Ausstellung Liebls Persönlichkeit und sein Wirken für den Ort sichtbar macht.

„ankommen“: Franz Liebls Lebensweg

Anschließend hielt ich den rund 45-minütigen Vortrag „ankommen“. Anhand seiner Biografie erzählte ich von Franz Liebls Leben und seiner Bedeutung für Vachendorf. Wenige ausgewählte Bilder begleiteten den überwiegend mündlichen Vortrag.

Die Rückmeldungen, die ich anschließend in persönlichen Gesprächen erhielt, waren sehr positiv. Mehrere Besucher zeigten sich bewegt. Für mich war es besonders schön, dass auch Angehörige der Familie Liebl diesen Vormittag miterlebten.

Bilder betrachten, einer Lebensgeschichte zuhören

Nach dem etwa einstündigen Rednerteil ging es hinunter ins Foyer. Dort zeigen sechs digitale Ausstellungsflächen – die Thyriden – historische Fotografien, die Franz Liebl gesammelt hat. Kurze Texte stellen einen Bezug zur Gegenwart her.

Die Gemeinde hat die Bildschirme eigens für diese Dokumentation angeschafft. Sie stehen auch künftig der Gemeinde, dem Haus der Dorfgemeinschaft und der Heimatpflege zur Verfügung, um Bilder aus Vachendorfs Geschichte digital zu präsentieren.

Im kleinen Saal ist Traudl Liebl zu hören. Franz Liebls Ehefrau wurde im Alter von 85 Jahren über ihr Leben interviewt. Aus dieser Aufnahme habe ich eine etwa 15-minütige Tondokumentation zusammengestellt.

Bis etwa 12 Uhr blieb Zeit zum Schauen, Zuhören und für Gespräche. Für eine kleine Verpflegung war gesorgt.

Weiter am nächsten Wochenende

Am Freitag, 9. Oktober, und Samstag, 10. Oktober, ist die Ausstellung jeweils von 18 bis 20 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 11. Oktober, folgt um 10 Uhr im kleinen Saal die zweite Matinée „sammeln“. Sie widmet sich Franz Liebls historischen Fotografien, seiner Arbeitsweise und der umfangreichen heimatkundlichen Sammlung, die er für Vachendorf angelegt hat.

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