Absender: Georg

Empfänger: Seine Eltern

Ort: München

Kartentyp: Postkarte

Inhalt: Rückkehr aus Bruk nach München, Kleidung abgeschickt, Adresse wieder gültig, Meier von Seiboldsdorf ins Feld eingerückt, Landsturmmänner sollen besucht werden


Feldpost einzel 012 5 und 013 1
Buchabschrift mit dem Schluss von Josef Austermayers Brief und dem Beginn von Georgs Postkarte vom 12. September 1914.
Feldpost einzel 013 2 und 014
Buchabschrift mit dem Schluss von Georgs Schreiben vom 12. September und seiner Postkarte vom 14. September 1914.

Transkription:

München, den 12. Sept. 14

Liebste Eltern!

Habe heute meine Kleider abgeschickt. Gestern bin ich wieder von Bruk hier angekommen. Adresse ist wieder die alte. Heute ist Meier von Seiboldsdorf ins Feld. Morgen werde ich die Landsturmmänner aufsuchen.

Herzl. Gruß, Georg

Gruß an alle Bekannte.


🕯 Historische Einordnung & Anmerkungen:

Georg schreibt nach seiner Rückkehr aus Bruk wieder aus München. Offenbar war der Aufenthalt in Bruk (Fürstenfeldbruck) nur vorübergehend, vermutlich zur Bewachung oder als Teil der Ausbildungsreserve. Mit dem Satz „Adresse ist wieder die alte“ signalisiert er, dass er wieder an seinem bisherigen Standort in München erreichbar ist – möglicherweise erneut in der Nähe des Garnisonsbereichs.

Die Nachricht, dass Meier von Seiboldsdorf ins Feld eingerückt ist, verweist auf das andauernde Ausrücken einzelner Bekannter – was in den Briefen immer wieder zum Ausdruck bringt, wie sehr der Krieg schrittweise ins persönliche Umfeld eingreift.

Georg kündigt an, am nächsten Tag die Landsturmmänner aufzusuchen – vielleicht Bekannte, vielleicht Kameraden. Der Ton bleibt sachlich, freundlich, mit dem vertrauten „Herzl. Gruß“ und Grüßen an das Heimatdorf.

Zur Feldpost-Sammlung →