Die Fuschbachtaler Böllerschützen gehören zum Vereinsleben in Vachendorf und Mühlbach. Sie verbindet die Freude am Böllerbrauchtum und am gemeinsamen Feiern. Ihre Geschichte erzählt von Auftritten bei kirchlichen und weltlichen Festen, aber auch von Ausflügen, geselligen Abenden und dem Zusammenhalt im Verein.
Am 4. Mai 1984 gründeten sie ihre Gemeinschaft. Die Initiative ging von Hermann Schillinger aus Mühlbach aus, der auch erster Vorstand und erster Schussmeister wurde. Die Ortschroniken nennen sechzehn Gründungsmitglieder. Ein überliefertes Satzungsblatt bestätigt den Gründungstag und nennt Vachendorf-Mühlbach als Vereinssitz.
Böllerschießen gab es im Ort schon vorher. Die Chronik berichtet von einer Erlaubnis vom 18. August 1931 für Heinrich Schillinger und seinen Gehilfen Sebastian Klauser. Sie durften mit einer Alarmkanone bei bestimmten kirchlichen Festen und bei Beerdigungen von Kriegsteilnehmern schießen. Einen Verein gab es damals nach dem Chronikbericht noch nicht.
Schon in den ersten Vereinsjahren waren die Fuschbachtaler bei Festen in der Umgebung dabei. Die Chronik nennt etwa die Einweihung des Hochfelln-Gipfelkreuzes 1986 und das Feuerwehrjubiläum in Holzhausen 1987. Auch zum Vachendorfer Festjahr 1990 trugen sie bei: Ihre Böller begleiteten den Jahresauftakt am 1. Januar und den Festabend am 30. Juni.
Daneben blieb Zeit für das Miteinander. Vereinsausflüge, Weihnachtsfeiern, Grillfeste und regelmäßige gesellige Abende gehören bereits zum frühen Chronikbericht. Die gemeinsamen Auftritte waren eingebettet in ein Vereinsleben, das auch zwischen den Festtagen stattfand.
Ein jüngeres Bild hält den Jahresabschluss am 31. Dezember 2025 fest: Die Schützen stehen in einer Reihe auf einer verschneiten Wiese in Mühlbach. Am Nachmittag verabschiedeten sie dort das alte Jahr mit Böllerschüssen – ein gemeinsamer Jahresausklang, mehr als vier Jahrzehnte nach der Vereinsgründung.
