
Gemeinderat informiert über Schwimmbad und Bahn-Sperre – Wahllokal bleibt an der Schule
Pressebericht von Jochen Nistler · Ereignisdatum 20.05.2025 · DOCX-Arbeitsstand vom 23.05.2025
Berichtet über: öffentliche Sitzung des Gemeinderats Vachendorf am 20. Mai 2025
Das Vachendorfer Schwimmbad vor der Öffnung. Foto: Jochen Nistler.
Gemeinderat informiert über Schwimmbad und Bahn-Sperre – Wahllokal bleibt an der Schule
Vachendorf – In seiner öffentlichen Sitzung am Dienstagabend wurde der Gemeinderat Vachendorf über eine Reihe kommunaler Themen informiert und hat sich in mehreren Punkten klar positioniert. Gleich zu Beginn wurde die Niederschrift der Sitzung vom 29. April ohne Gegenstimme genehmigt.
Im Anschluss gab Bürgermeister Rainer Schroll die Ergebnisse der letzten nichtöffentlichen Sitzung vom 8. April bekannt. Dabei wurden mehrere Aufträge vergeben, unter anderem an die Firma Swietelsky, die mit den Bauarbeiten in der Schmidgasse beauftragt wurde. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 207.000 Euro brutto. Die Firma Zach erhielt den Zuschlag für eine Abschlagsmessung am Regenrückhaltebecken (11.783,98 Euro), HK Beleuchtungstechnik liefert einen Spezialschrank zum Laden und Verwahren von Akku-Geräten für den Bauhof (9.195,34 Euro), und die Firma Elektro Frank übernimmt die neue Beleuchtung im Gymnastikraum (2.636,33 Euro). Die Schülerbeförderung bleibt für ein weiteres Jahr bei der Firma Alpenland-Reisen, die mit einer Tagespauschale von 395 Euro netto beauftragt wurde.
Ein Antrag der Vachendorfer Grundschule, das Wahllokal künftig ins Haus der Dorfgemeinschaft zu verlegen, wurde vom Gemeinderat abgelehnt. Als Hauptgründe wurden die eingeschränkten Parkmöglichkeiten sowie die enge Zufahrt zum Dorfgemeinschaftshaus angeführt. Die Schule sei aus Sicht des Gremiums der geeignetere Ort – sowohl logistisch als auch aus Gründen der allgemeinen Praxis, da Wahllokale in Schulgebäuden vielerorts üblich sind.
Bürgermeister Schroll informierte zudem über eine von der Deutschen Bahn angekündigte Totalsperre der Bahnstrecke München–Salzburg im Jahr 2027. Von Februar bis Juli soll die Strecke umfassend saniert werden. Die Bauarbeiten erfolgen im Zweischichtbetrieb und auch an Feiertagen. Während dieser fünf Monate wird der gesamte Schienenverkehr durch Ersatzbusse abgewickelt.
Im weiteren Verlauf der Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit einem Bauantrag aus dem Ortsteil Hasperting. Das Vorhaben betrifft einen Anbau an ein bestehendes Wohnhaus. Da einzelne Details nicht vollständig mit den geltenden Vorgaben des Bebauungsplans und der Gestaltungssatzung übereinstimmen, war eine Befreiung erforderlich. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für das Vorhaben aus. In der Begründung wurde darauf verwiesen, dass sich das Bauvorhaben in das Ortsbild einfüge und unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten vertretbar sei. Gemeinderätin Karin Scholz-Lehrberger regte an, diese Argumentation auch für das Protokoll festzuhalten, um eine transparente Entscheidungslinie zu dokumentieren.
Der Tagesordnungspunkt zum Neuerlass der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung wurde behandelt, jedoch vertagt. Eine Beschlussfassung soll in einer der kommenden Sitzungen erfolgen.
Auch das Vachendorfer Freibad war Thema. Es ist technisch betriebsbereit, das Wasser ist eingelassen und die Wasserqualität geprüft – geöffnet wird es allerdings erst bei geeigneter Wetterlage. Als Ziel nannte Bürgermeister Schroll den Beginn der Pfingstferien, eine frühere Öffnung sei möglich. Das Fußdurchschreitebecken wird künftig nicht mehr dauerhaft durchlaufend betrieben, sondern nur einmal täglich befüllt und geleert. Schroll erklärte, dass das Becken zwar nicht mehr verpflichtend sei, aber zur Sauberkeit beitrage, da Gras und Schmutz so nicht ins Hauptbecken gelangen. Mit einem augenzwinkernden Vermerk ergänzte er: „Ins Schwimmbadwasser kommt über die Haut deutlich mehr Harnsäure, wenn man sich vorher nicht duscht, als durch kleine Kinder, die sich nicht beherrschen können.“
Auch das bevorstehende Fest des Trachtenvereins wurde kurz angesprochen. Bürgermeister Schroll lobte die Organisation ausdrücklich und betonte, dass an alles gedacht worden sei – von Parkplätzen bis zu den Sicherheitsvorkehrungen.
Offen blieb die Trägerschaft für die geplante offene Ganztagsschule. Zwar wurde über die Möglichkeit eines Eigenbetriebs diskutiert, das Gremium sprach sich aber mehrheitlich dafür aus, die Betreuung aus personellen Gründen in externe Hände zu geben. Auch ein möglicher Ausbau der Duschen in der Turnhalle wurde angesprochen, konkrete Planungen liegen dazu aber noch nicht vor.
Quellen und Hinweise
Quelle: DOCX-Hauptfassung von Jochen Nistler, SHA-256 057511206c767154af457e15dd007f2fcaf9c2a55b141b56b06f29c7e9930055. Ereignisdatum: 20.05.2025; DOCX-Arbeitsstand: 23.05.2025. Die ausgewählten Bilddateien liegen als zugehörige Originale im selben Publikationsarchiv; Fotograf: Jochen Nistler. Vor der Veröffentlichung wurde der öffentliche Bestand auf Titel-, Slug-, Absatz- und Volltextdubletten geprüft.