Bericht
Vachendorf plant Naturfreibad und verbessert Löschwasserversorgung
Vachendorf will sein Freibad sanieren und zu einem Naturfreibad umgestalten. Dafür steht eine Förderung von 810.000 Euro in Aussicht. In seiner Sitzung am 6. Oktober im Haus der Dorfgemeinschaft beschloss der Gemeinderat einstimmig, den entsprechenden Förderantrag zu stellen. Weitere Themen waren die künftige Löschwasserversorgung, zwei Bebauungspläne und ein Zuschuss für die Wegkreuzkapelle zu Leiten.
Naturfreibad soll weniger Energie verbrauchen
Bürgermeister Rainer Schroll berichtete, dass die eingereichte Planung für die Sanierung und Neugestaltung des Freibades die Fördermittelgeber überzeugt habe. Das Konzept sieht vor, den Energieverbrauch auf etwa ein Drittel zu senken und vollständig auf den Einsatz von Chemikalien zu verzichten.
Der Gemeinderat beschloss mit zwölf Ja-Stimmen, einen Antrag im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu stellen. Schroll wurde beauftragt, die nächsten Schritte vorzubereiten und bei Bedarf die Planungsphase einzuleiten. Um die Förderung nutzen zu können, muss die Maßnahme spätestens 2031 vollständig umgesetzt sein.
Damit ist der nächste Schritt im Förderverfahren beschlossen. Eine endgültige Förderzusage steht noch aus. Angaben zu den Gesamtkosten der Sanierung liegen noch nicht vor.
Zwei Zisternen für die Löschwasserversorgung
Auch beim Brandschutz soll die Gemeinde weiterplanen. Anlass ist die Erweiterung der Grundschule zur Ganztagsschule: Spätestens wenn die neuen Räume genutzt werden, muss die ausreichende Löschwasserversorgung nachgewiesen sein. Am bestehenden Schulhydranten reicht die Versorgung aus. In Spielwang ist sie dagegen derzeit nicht ausreichend gesichert.
Das vorgestellte Konzept sieht zwei unterirdische Wasserspeicher vor: eine Zisterne mit 200 Kubikmetern Fassungsvermögen im Bereich der Schule und eine weitere am Festplatz. Zusätzlich soll das Schwimmbad als Löschwasserreserve dienen, da es ganzjährig mit Wasser gefüllt ist.
Mit einem Versorgungsradius von jeweils 300 Metern kann nahezu der gesamte Dorfbereich abgedeckt werden. Die Überlegungen wurden bereits mit Kreisbrandrat Grundner vorbesprochen, der das Vorgehen ebenfalls für sinnvoll hält.
Der Gemeinderat stimmte dem Konzept einstimmig zu. Bürgermeister und Verwaltung sollen nun die erforderlichen Schritte einleiten, etwa ein Planungsbüro beauftragen und Angebote einholen. Kostenschätzungen liegen bislang nicht vor.
Spielwang beschlossen, Hiensdorf zurückgestellt
Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat die 34. Änderung des Bebauungsplans „Vachendorf-Spielwang“ für ein Grundstück an der Schulstraße. Zuvor hatte das Gremium die Stellungnahmen der beteiligten Behörden behandelt.
Die Bauaufsicht hatte auf mögliche Schwierigkeiten bei der Höhenlage einer grenznahen Garage hingewiesen. Nach Angaben der Gemeinde beabsichtigt der Bauherr ohnehin, die nordwestliche Garage etwas tiefer als das Wohnhaus zu errichten. Da der Plan dies bereits zulässt, sah der Gemeinderat keinen weiteren Änderungsbedarf an der Höhenfestsetzung.
Noch keine abschließende Entscheidung fiel dagegen zur vorgesehenen Änderung des Bebauungsplans „Hiensdorf“. Auf einer Teilfläche soll ein einzelnes Gebäude ermöglicht werden; im Gegenzug sollen drei bestehende Fahrsilos entfernt werden.
Im Beteiligungsverfahren waren Wünsche nach einem größeren Gebäude vorgebracht worden: Der für die Bebauung vorgesehene Bereich sollte von 18 auf 19 Meter verlängert, die zulässige Grundfläche von 200 auf 210 Quadratmeter und die Wandhöhe von 5,70 auf sechs Meter erhöht werden.
Ein größeres Baufenster und eine geringfügig größere Grundfläche konnte sich der Gemeinderat grundsätzlich vorstellen. Eine höhere seitliche Wand befürwortete er hingegen nicht. Weil das betroffene Grundstück noch nicht vermessen ist und seine tatsächliche Größe deshalb nicht feststeht, sollen zunächst weitere Informationen vorgelegt werden. Auf Antrag von Marlies Kruse stellte das Gremium den Tagesordnungspunkt einstimmig zurück.
Zuschuss für die Wegkreuzkapelle zu Leiten
Mit 200 Euro unterstützt die Gemeinde die Restaurierung der Wegkreuzkapelle zu Leiten. Johann Mitterer, der sich um die Kapelle kümmert, hatte dafür ein Angebot der Firma Dögerl aus Marquartstein eingeholt. Die vorgesehenen Arbeiten kosten 898,80 Euro.
Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Vachendorf beteiligt sich mit 300 Euro, die Gemeinde Bergen mit 400 Euro. Mit dem einstimmig bewilligten Vachendorfer Zuschuss ist der angebotene Betrag gedeckt. Das Grundstück der Kapelle steht im Eigentum der Gemeinde Bergen.
Zu Beginn der Sitzung stellte sich die neue Geschäftsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Bergen, Sabrina Stutz, dem Gemeinderat vor.

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