Vachendorf beschließt Haushalt 2026 – Investitionen in Schule und Infrastruktur bei weiterhin solider Finanzlage
Pressebericht von Jochen Nistler · Bezugsdatum 02.03.2026
Vachendorf beschließt Haushalt 2026 – Investitionen in Schule und Infrastruktur bei weiterhin solider Finanzlage
Vachendorf. Mit einem Gesamtvolumen von 5.783.289 Euro hat der Gemeinderat den Haushalt für das Jahr 2026 einstimmig verabschiedet. Gegenüber dem Vorjahr mit rund 4,67 Millionen Euro bedeutet dies eine deutliche Steigerung. Trotz höherer Investitionen bleibt die Gemeinde weiterhin schuldenfrei. Auch für die Finanzplanungsjahre bis 2029 ist der Haushaltsausgleich gesichert.
Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde abbildet, umfasst im Jahr 2026 insgesamt 4.150.488 Euro. Wichtigste Einnahmequelle ist die Beteiligung an der Einkommensteuer mit veranschlagten 1.354.800 Euro. Hinzu kommen 360.000 Euro aus der Gewerbesteuer sowie 825.638 Euro aus staatlichen Schlüsselzuweisungen. Die Grundsteuer B ist mit 201.000 Euro angesetzt. Gebühren und Entgelte – etwa aus Wasser- und Kanalbetrieb, Friedhofswesen oder sonstigen Einrichtungen – tragen ebenfalls zur Finanzierung der laufenden Aufgaben bei.
Auf der Ausgabenseite stellt die Kreisumlage mit 1.058.383 Euro einen der größten Einzelposten dar. Für Personalkosten sind 426.010 Euro eingeplant; insgesamt machen Personalaufwendungen rund 10,9 Prozent des Verwaltungshaushalts aus. Für Personalkostenzuschüsse an Kindergärten sind 717.000 Euro vorgesehen. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft beläuft sich auf 495.824 Euro. Für den Unterhalt von Gebäuden und Grundstücken sind 153.400 Euro eingestellt.
Trotz dieser laufenden Belastungen kann die Gemeinde 226.181 Euro an den Vermögenshaushalt zuführen. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung von 224.134 Euro wird damit erreicht. Da Vachendorf weiterhin schuldenfrei ist, fallen keine Tilgungsleistungen an. Die laufenden Einnahmen decken somit nicht nur die laufenden Ausgaben, sondern schaffen zusätzlich Spielraum für Investitionen.
Der Vermögenshaushalt umfasst im Jahr 2026 insgesamt 1.632.801 Euro. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt im Bereich Schule und Kinderbetreuung. Für die Erweiterung der Grundschule sind 590.000 Euro eingeplant. Zusätzlich werden 55.000 Euro für Mobiliar im Bereich der Mittagsbetreuung bereitgestellt. Für die Offene Ganztagsschule stehen im Jahr 2026 weitere 40.000 Euro zur Verfügung, nachdem bereits im Vorjahr 200.000 Euro eingestellt worden waren. Ein Förderbescheid für den Umbau und die Erweiterung ist inzwischen eingegangen, sodass die Planungen konkret vorangebracht werden können.
Ab dem Schuljahr 2026/2027 gilt bundesweit ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Die Gemeinde bereitet sich organisatorisch und finanziell darauf vor. Die Freitagsbetreuung bleibt für Erstklässler kostenfrei. Für Kinder der zweiten bis vierten Klasse werden monatliche Beiträge erhoben: 30 Euro bei einer Betreuung bis 14 Uhr und 45 Euro bei Betreuung bis 16 Uhr. Für das Mittagessen wird künftig ein Betrag von 5 Euro pro Tag angesetzt. Die Abrechnung erfolgt über eine monatliche Pauschale, die – je nach Anzahl der gebuchten Betreuungstage – zwischen 34 und 86 Euro liegt.
Auch in weiteren Bereichen sind Investitionen vorgesehen. Für Straßengrund, Geräte und Straßensanierungen sind pauschal 60.000 Euro eingeplant. Für den Hochwasserschutz am Türrlberg stehen im Jahr 2026 insgesamt 450.000 Euro zur Verfügung, zusammengesetzt aus Haushaltsresten und neu eingestellten Mitteln. Für die Planung der Freibadsanierung sind 25.400 Euro vorgesehen; ein Förderantrag für die umfassende Sanierung wurde gestellt, eine Entscheidung wird nach den Osterferien erwartet. Für die Ersatzbeschaffung eines Traktors im Bauhof sind 150.000 Euro eingeplant, weitere 5.000 Euro für Elektromaschinen. Die Feuerwehr erhält jeweils 5.000 Euro für Geräte und die Erneuerung von Hydranten. Für die Umgestaltung und Verbesserung des Dorfplatzes sind 30.000 Euro an Planungskosten vorgesehen.
Zur Finanzierung der Investitionen greift die Gemeinde neben der Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt auf Rücklagen zurück. Zum Beginn des Haushaltsjahres 2026 beträgt die allgemeine Rücklage rund 2,23 Millionen Euro. Geplant ist eine Entnahme von 338.365 Euro, sodass zum Jahresende voraussichtlich etwa 1,89 Millionen Euro verbleiben. In den Folgejahren soll die Rücklage wieder anwachsen und bis 2029 auf über 2,5 Millionen Euro steigen. Kassenkredite mussten im laufenden Jahr nicht in Anspruch genommen werden.
Die Beschlüsse zum Haushalt, zur Haushaltssatzung sowie zum Finanz- und Investitionsplan bis 2029 erfolgten jeweils einstimmig. Eine kontroverse Debatte ergab sich in der Sitzung nicht.
Mit dem Haushalt 2026 setzt Vachendorf deutliche Schwerpunkte in Bildung, Betreuung, Infrastruktur und Hochwasserschutz. Trotz eines gestiegenen Investitionsvolumens bleibt die Gemeinde finanziell solide aufgestellt und verzichtet weiterhin auf Kreditaufnahmen. Damit schafft sie die Grundlage für wichtige Zukunftsprojekte und sichert zugleich ihre langfristige Handlungsfähigkeit.
Quellen und Hinweise
Quelle: DOCX-Hauptfassung von Jochen Nistler, SHA-256 df0a0b0a71baebbcfdb0280a18cc28a2d25ff91fbf08a34d7b4cdb31d069a89d. Datierung: datierter Themenordner und DOCX-Metadaten. Im öffentlichen Snapshot vom 11. September 2026 mit 328 Beiträgen wurde kein Titel-, Absatz- oder Volltexttreffer gefunden. Die 1 Bilddatei(en) des Themenordners bleiben in diesem text-only-Paket zurückgestellt; es wird kein Bild veröffentlicht.