Früher umfasste sie ein riesiges Gebiet: Inzell, Ruhpolding, Bergen und Siegsdorf gehörten einst zur Pfarrei Vachendorf.Das heutige Kirchengebäude wurde 1680 in nur fünf Monaten Bauzeit unter dem Graubündner Baumeister Lorenzo Sciasca errichtet.Vor dem Hochaltar im Chorbogen ein qualitätvoller Kruzifixus.Die Figuren von Georg Pämer haben als typisches Merkmal einen leicht entrückt wirkenden Gesichtsausdruck, liebevoll auch "Pämerblick" genannt.Das von Kunstfachleuten am höchsten eingeschätze Bild in der Kirche von Johann Baptist Neumüller ziert nur in der Fastenzeit den Hochaltar.Die reich verzierte Kanzel mit den vier Evangelisten, dazu Maria und David mit der Harfe. Gekrönt wird sie vom triumphierenden Erzengel Michael.Eine recht interessante Darstellung von Maria als Himmelskönigin findet sich an der Kanzel. Sie wirkt fast jugendlich/knabenhaft.Auf dem Kanzel-Baldachin steht der Hl. Michael mit Flammenschwert und Seelenwaage wie ein Chef der Figurenschar, die der Bildhauer Georg Pämer aus Traunstein um 1685 schuf.Johannes auf Patmos umrahmt vom Hl. Franziskus (links) und Hl. Antonius (rechts)Der Stephanusaltar (Bild) mit den Figuren des Hl. Sebastian (links) und Hl. Florian (rechts)Ein hohes Rundbogenfenster durchbricht die strenge Gliederung der Wand und wird von einem ovalen Oberlicht (Occulus oder Ochsenauge) sowie fein gegliederten Stuckbändern überfangen – ein klarer, lichter Ausdruck des späten Barocks.Die Orgel in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Vachendorf schwebt über dem Eingang, eingerahmt von einem Passionsfresko und dem goldenen Schriftzug „Maria gratia plena“.
Vachendorf, Mariä Himmelfahrt, Kurzportrait
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt liegt im Ortskern von Vachendorf und gehört zum Pfarrverband Heiliger Franziskus von Assisi.