Redaktioneller Hinweis: In der Quelldatei stand beim Veranstaltungsdatum versehentlich „6. März“. Jochen Nistler bestätigte am 11. September 2026 den 6. Februar 2026; das Originalfoto vom 6. Februar und der DOCX-Arbeitsstand vom 9. Februar stützen die Berichtigung.
Dr. Martin Brunnhuber, Bürgermeisterkandidat Andreas Schultes und Landrat Andreas Danzer bei der Wahlkampfveranstaltung der ÜW Bergen. Foto: Jochen Nistler.
Wahlkampfveranstaltung der ÜW Bergen: Andreas Schultes stellt sich vor
Am 6. Februar fand im Restaurant Da Capo in Bergen die Wahlkampfveranstaltung der Überparteilichen Wählergruppe Bergen (ÜW) statt. ÜW-Vorsitzender Herbert Berger eröffnete den Abend mit einem Rückblick auf die 40-jährige Geschichte der Wählergruppe und betonte deren offene, parteiunabhängige Ausrichtung. Er begrüßte die Anwesenden, darunter Bürgermeister Stefan Schneider, Landrat Andreas Danzer und MdL Dr. Martin Brunnhuber. Besonders hob er die umfangreiche Verwaltungserfahrung von Andreas Schultes hervor, die ihn als Kandidaten für das Bürgermeisteramt auszeichne.
Andreas Schultes stellte sich im Anschluss persönlich vor. Der 53-jährige, verheiratete Verwaltungsfachwirt blickt auf eine lange berufliche Laufbahn als Kämmerer in Ruhpolding und Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Bergen-Vachendorf zurück. In seinem Vortrag sprach er über seine Heimatverbundenheit, seine Liebe zur Natur, den Sport und die Gartenarbeit. Für Erheiterung sorgte eine persönliche Anekdote über seinen Zwillingsbruder: „Wenn’s mich grüßt’s und ich grüß’ nicht zurück, dann war’s der andere.“
Inhaltlich legte Schultes seinen Fokus auf Themen wie die Schwimmbadsanierung, den Ausbau des Glasfasernetzes, die Parkplatzsituation am Bahnhof und den Erhalt der Hochfelln-Seilbahn. Er machte deutlich, dass ihm eine Entwicklung mit Augenmaß wichtig sei und verzichtete dabei bewusst auf große Versprechungen. Größten Wert lege er auf einen soliden Haushalt und seine langjährige Erfahrung als Kämmerer komme seinen künftigen Entscheidungen dabei zugute. Seine Bitte um die Stimmen der Bergener gelte der Zukunft der Gemeinde Bergen, nicht seiner eigenen Person.
Im weiteren Verlauf des Abends stellten sich dann die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten der ÜW/FW vor. Es zeigte sich eine vielfältige Liste engagierter Persönlichkeiten mit starker örtlicher Verwurzelung. Auch die Kreistagskandidaten kamen zu Wort. Dr. Martin Brunnhuber thematisierte Herausforderungen in der Landwirtschaft, beim Wasserschutz, Ehrenamt, in der Kinderbetreuung sowie beim Wohnbau. Landrat Andreas Danzer betonte besonders die Fachkompetenz von Schultes, dessen Erfahrung als Verwaltungsleiter bei der Weiterentwicklung der Gemeinde von besonderem Wert sei.
In der anschließenden Fragerunde ging Schultes sachlich und ausführlich auf zahlreiche Anliegen ein. Zum Glasfaserausbau erklärte er die aktuellen Verzögerungen. Er verwies aber auf den stetigen Austausch mit der Firma Avacomm sowie die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Vachendorf und Grabenstätt. Die zunehmende Zahl an Wohnmobilen im Weißachental und an anderen Orten in der Gemeinde bezeichnete er als Herausforderung, für die es geeignete Lenkungskonzepte brauche. Zur angespannten Parkplatzsituation am Bahnhof berichtete er von der Möglichkeit, künftig Parkgebühren zu erheben, da eine bisher geltende Sperrfrist ausgelaufen sei. Dies könne helfen, öffentliche Flächen besser zu schützen und die Nutzung gezielt zu steuern.
Beim Thema Wasserentnahme durch die Adelholzener Alpenquelle schaltete sich auch Landrat Danzer ein und erklärte, dass es sich um ein äußerst komplexes Verfahren handle. Der Schutz der öffentlichen Wasserversorgung stehe an allererster Stelle, dies sei insbesondere gewährleistet durch regelmäßige Kontrollen und vertraglich gesicherte Eingriffsmöglichkeiten im Ernstfall. Auch zur Thematik Wolf äußerten sich Dr. Brunnhuber und Andreas Danzer: Die Auswirkungen auf Almbauern und Tierhaltung seien erheblich, bei entsprechender Rechtslage sei eine Entnahme möglich und notwendig.
Zur Jugendarbeit betonte Schultes, dass Räume allein nicht ausreichten. Es brauche Menschen, die Verantwortung übernehmen und Engagement zeigen. Beim Thema Baugrund erklärte er, dass die Flächen knapp seien und neue Konzepte wie eine maßvolle Nachverdichtung künftig eine Rolle spielen könnten, aber mit größter Vorsicht umzusetzen seien. Gewerbeflächen seien noch vorhanden, aber begrenzt. Kreistagskandidat Sebstian Lowak aus Chieming verwies im Kontext des Themas Sanierung Eisenbahn 2028 darauf, dass die geplante Maßnahme auf der Strecke München–Salzburg seiner Meinung nach realistischerweise nicht wie geplant 7, sondern wohl eher 17 Monate dauern werde.
Zum Abschluss unterstrich Herbert Berger, dass die ÜW den Dialog in den Mittelpunkt stellt und nicht die Konfrontation. Diesen Grundsatz spiegelte auch der gesamte Verlauf des Abends wider: getragen von Sachlichkeit, Engagement und dem offenen Austausch zwischen Kandidaten und Bürgern.
Quellen und Hinweise
Quelle: DOCX-Hauptfassung von Jochen Nistler, SHA-256 99d4de70d833c6b0a0152c2b259eb92aa916149808f58525f3df48c4edbc252e. Ereignisdatum: 06.02.2026, von Jochen am 11.09.2026 bestätigt; DOCX-Arbeitsstand: 09.02.2026. Das ausgewählte Originalfoto entstand laut EXIF am 06.02.2026 um 19:03 Uhr; Fotograf: Jochen Nistler. Vor der Veröffentlichung wurde der Bestand auf Titel-, Slug-, Absatz- und Volltextdubletten geprüft.
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